5 Tipps Atemwegserkrankungen beim Pferd vorzubeugen

Pferde jeden Alters können von Atemwegserkrankungen betroffen sein. Stress, beeinträchtigte Futterqualität, Vorerkrankungen, sub-optimale Haltungsbedingungen, schädliche Umweltreize (z.B. Pflanzenschutzmittel oder Giftpflanzen) oder Überanstrengung durch intensives Training können u. a. dazu führen, dass das Immunsystem weniger leistungsfähig ist und als dessen Folge – gerade in der kalten Jahreszeit – Atemwegsprobleme entstehen können. Ein weiterer Grund für ein gehäuftes Auftreten von Atemwegserkrankungen wird auch dem Rückgang der Vielfalt von für das Bronchialsystem wichtigen Kräutern auf intensiv genutzten Grünflächen zugeschrieben. Besonders Kräuter wie Thymian, Kamille oder Huflattich, denen positive Eigenschaften zur Unterstützung einer vitalen Atemwegsfunktion zugeschrieben werden, können in einem ausgewogenen Verhältnis der Steigerung der natürlichen Abwehrkräfte dienen. Um Atemwegserkrankungen möglichst vorzubeugen, können diese Tipps sehr hilfreich sein:

1. Staub reduzieren

Ob im Heu, in der Einstreu oder generell im Stall: Staub ist Gift für die Atemwege der Pferde. Da Pferde den Großteil des Tages mit Fressen beschäftigt sind, halten sie ihre Nüstern somit immer sehr bodennah und sind somit prädestiniert dafür, Staub aus der Umgebung unentwegt einzuatmen. Daher sollte besonders bei empfindlichen Pferden das Heu bedampft oder zumindest befeuchtet werden. Zudem sind inzwischen anti-allergene, weitestgehend staubfreie Einstreumaterialien erhältlich. Um Staub durch Kehren einzudämmen bietet sich die vorherige Befeuchtung des Bodens z.B. mit einer Gießkanne an.

2. Einwandfreies Futter anbieten

Besonders im Heu können sich bei falscher Lagerung, ungünstiger Ernte oder ungenügender Trocknung gelegentlich Pilzsporen vermehren, die beim Aufschütteln in die Umgebungsluft entweichen und dadurch von Pferden (und Menschen!) eingeatmet werden können. Zudem können auch bestimmte Pflanzenpollen oder Giftpflanzen auf in der unmittelbarer Nähe der Weide u. a. die Atemfunktion beeinträchtigen (z.B. Goldregen) und somit zu einer vermehrten Anfälligkeit für Infektionen beitragen.

3. Viel frische Luft

Pferde, die ohnehin bereits Probleme mit Atemwegserkrankungen haben oder immer wieder Symptome zeigen, sollten besonders häufig (idealerweise dauerhaft) Zugang zu frischer Luft haben, ohne dabei Zugluft ausgesetzt zu sein.

4. Atemwege nicht zusätzlich strapazieren

Besonders in der kalten Jahreszeit können zusätzliche Reize wie beispielsweise übermäßige Ammoniak-Bildung in der Einstreu oder auch übermäßige Staubentwicklung in der Reithalle die Atemwege des Pferdes zusätzlich belasten und die Entstehung von Atemwegsinfektionen begünstigen. Daher sollte im Winter wie auch im Sommer immer auf eine hygienisch einwandfreie Einstreu, sowie eine extensive Belüftung von Stall und Reithalle geachtet werden.

5. Gezielt supplementieren

Pferde, die während des Fellwechsels oder auch im Winter immer wieder dazu neigen, sich leichte Infektionen der Atemwege einzufangen sollten bereits im Vorfeld mit entsprechenden Futterzusätzen, die das Immunsystem stärken und die Atemwege kräftigen, unterstützt werden. Ideal bietet sich hier eine Kombination aus Omega-3-Fettsäuren, Zink, B-Vitaminen sowie den Kräutern Thymian, Fenchel und Kamille an.

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