Beschreibung:

Jod ist ein natürlich vorkommendes Spurenelement, welches für Pferde essenziell ist. Da Jodverbindungen in zu geringen Mengen in den Böden enthalten sind, um eine ausreichende Jodversorgung sicherzustellen, erfolgt die Jodierung von Lebens- und Futtermitteln prophylaktisch, um einem Jodmangel bei Mensch und Tier vorzubeugen.

Funktion:

Analog zum Menschen ist Jod auch beim Pferd wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), welche für die Steuerung wichtiger physiologischer Prozesse wie Wachstum, Knochenbildung und den Energiestoffwechsel notwendig sind.

Quellen:

Die Jodkonzentrationen der meisten Futtermittel schwanken zwischen 0,2 und 2 mg/kg Trockenmasse (TM). Dies hängt vom Jodgehalt der Böden ab, auf denen die Futtermittel angebaut werden. Typischerweise erfolgt die Jodsupplementierung durch Fütterung von jodierten oder mit Spurenelementen angereicherten Salzen, die oft bis zu 70 mg Jod/kg TM (vorzugsweise Kaliumjodat) enthalten.

Tagesbedarf (NRC, 2007):

0,1 bis 0,6 mg/kg Ration: Empfehlung einer sicheren Mindestmenge - für die Erhaltung: 0,007 mg/kg Körpergewicht/ Tag oder 0,35 mg/kg Trockenmasse - Stute im letzten Drittel (3 bis 4 Monate) der Trächtigkeit: 0,4 mg/kg Trockenmasse.

Max.: 5 mg/kg Nahrungsaufnahme

Mangel und Überversorgung:

Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion
Primäre Schilddrüsenerkrankungen treten beim Pferd selten auf. Oftmals tritt eine Schilddrüsenunterfunktion als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung wie beispielsweise Cushing oder EMS auf.
Eine Schilddrüsenunterfunktion äußert sich klinisch meist eher unspezifisch. Verminderte Fellqualität, schlechter Fellwechsel, Verhaltensänderungen (Teilnahmslosigkeit, reduziertes Allgemeinbefinden), Gewichtszunahme sowie Fehlgeburten und Rosseunregelmäßigkeiten bei Stuten können Hinweise sein. Besonders Fohlen reagieren empfindlich auf starke Schwankungen des Schilddrüsenhormongehalts im Blut. Folgen eines Mangels können unterentwickelte Organsysteme (Bewegungsapparat, Gehirn), allgemeine Schwäche und erhöhte Infektanfälligkeit, Probleme beim Saugen sowie eine erhöhte Sterblichkeitsrate sein.
Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) tritt beim Pferd sehr selten auf.

Wann können Probleme auftreten?

Bei gleichzeitiger hoher Jodaufnahme und Selenmangel treten Gewebeschädigungen auf. Ethylendiamindihydrojodid (EDDI) wird bei Pferden als antimykotische Ergänzung verwendet und kann zu Jodüberschuss im Futter führen. Futtermittel wie ungekochte Sojabohnen, Kohl, Grünkohl und Senf vergrößern die Schilddrüsenaktivität. Jodtoxizität kann auftreten, wenn die Tiere mit Futtermitteln mit extrem hohem Jodgehalt gefüttert werden, wie es bei einigen Seetangtypen der Fall ist.

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